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Auf ein Wort

„Nach der Krise nicht einfach so weitermachen“ – so die Aussage vom ernannten Bischof Bertram Meier von Augsburg.

„Rückkehr in die Normalität heißt eben nicht, einfach so weitermachen wie bisher: Aufgeschobenes nachholen, Sakramente weiter so spenden wie gehabt, Seelsorge in ausgetretenen Bahnen praktizieren, wie wir das eh und je gewohnt sind. Es gibt kein Vorwärts in die Vergangenheit, es gibt keine Zukunft im Rückwärtsgang.“, sagte Meier am 26.04. Stattdessen müsse die Kirche in ihrer Gesamtheit jetzt überlegen: Sei nicht gerade jetzt die Zeit, alternative Gottesdienstformen zu suchen und zu erproben? Sollten die Sakramente auch weiterhin mit Menschen gefeiert werden, „die erst noch den Glauben im Alltag entdecken und leben müssen“, nur weil es Tradition sei?

Bischof Bertram erklärt: „Für mich ist die Feier der Eucharistie Quelle und Höhepunkt meines Lebens als Christ. Deshalb ist es unter meiner Würde, diese Frage zum Kampfplatz um die Religionsfreiheit zu machen.“ Es gebe vielerlei Weisen zu kommunizieren: Neben der heiligen Kommunion auch die Gemeinschaft, die Kommunion im Wort der Heiligen Schrift oder die Kommunikation untereinander als Leib Christi.

„Die vergangenen Wochen haben vielen neuen Tiefgang gebracht. Corona ist für mich, für die ganze Kirche eine Zeit zum Zwischenruf: Ihr könnt nicht mehr so weitermachen wie zuvor!“ Stattdessen seien die vielfach gefeierten Hausgottesdienste während der Pandemie für ihn ein großes Hoffnungszeichen. „Wohlgemerkt: Hausgottesdienste, nicht Wohnzimmer-, Sofa- oder Kuschelkirche.“

Starke Worte eines verantwortlichen Hirten und wie ich meine, ein gehorsamer Hörer der Geschichte der jungen Kirche, wie sie uns die Apostelgeschichte in diesen Wochen verkündet. An den Auferstandenen glauben, sich zum Gebet treffen, in den Häusern das Brot brechen, sich dem Fremden öffnen, miteinander das teilen, was wir haben und dem Geist trauen, eine Haltung, die dem Christentum Beine machte. Wir stehen in den Wochen vor Pfingsten, das inständig gemeinsame Beten um den Geist, der Leben schafft, der die Krusten wegfegt und Feuer legt, der ermutigt und die Freude aufleben lässt ist jetzt keine Pflicht, sondern notwendiger Glaubensvollzug. Und dann voll Vertrauen als Kirche, als Volk Gottes, als der Leib Christi dem Leben trauen, den Glauben miteinander leben und Zeuge sein für den Jesus, der uns die Botschaft vom liebenden, sorgenden und verzeihenden Vater gebracht hat.

Sr. Paulin Link, 09.05.2020